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Neue Entwicklungsumgebung heißt neue Möglichkeiten und neue Probleme

Samstag, Dezember 31st, 2011

Mit der letzten Programmveröffentlichung hatte ich es bereits angemerkt, das ich wohl zu einer neueren Version meiner Entwicklungsumgebung umsteigen werde. Vor Weihnachten habe ich mir dann ein großes Geschenk gemacht und das neue Embarcadero Rad Studio XE2 bestellt. Vorgestern wurde es dann geliefert und ich habe es natürlich sogleich installiert. Nach einer problemlosen Installation war meine Neugier groß, wie die Konvertierung des BVASystem Projektes zur neuen Entwicklungsumgebung verlaufen wird.

Mittlerweile kann ich einen groben Überblick geben, was mich/euch erwartet. Die gute Nachricht: Das Programm lässt sich wieder übersetzen und es ist auf dem ersten Blick auch voll lauffähig. Die Schlechte Nachricht: Es gibt auch einige Baustellen (meist optischer Natur), die wohl relativ schnell abgearbeitet werden müssen.

Was wird sich in naher Zukunft ändern?

Im alten Delphi 2005 waren alle Steuerelemente nicht Unicode fähig. Spezielle Sonderzeichen, die nicht darstellbar waren, wurden einfach durch ein Fragezeichen ersetzt. Im Alltag ist dies sicher nicht weiter dramatisch gewesen, da man sich meist mit Alternativen behelfen konnte. Ich war dieses Jahr beispielsweise in Årgab im Urlaub und dieser Name konnte bisher nicht im BVASystem verwendet werden. Stattdessen hab ich einfach Argab beim Verwalten meiner Bilder genutzt, um dem Problem aus dem Weg zu gehen. Das Rad Studio XE2 arbeit nun komplett mit Unicode Zeichenketten.

In diesem Zusammenhang  zerbrech ich mir gerade ein wenig den Kopf, ob alle anderen Zeichenketten im Programm nun noch korrekt sind. Ich weiß gerade nichteinmal, ob die MYSQL-Datenbank so erzeugt wurde, das sie Unicode unterstützt. Ich werde die nächsten Tage wohl testen müssen, ob ein Fotoalbum „Årgab“ nun möglich ist oder ob Korrekturbedarf besteht. Gestern abend stolperte ich jedenfalls gleich in eine Unicode-Falle. Bisher habe ich recht gerne Zeichenketten bzw Stringstreams genutzt um binäre Daten zu verändern. Nun geht das nicht mehr so einfach, da ein falsch eingestelltes Encoding die Binärdaten zerstört.

Eine wunderschöne Neuerung sind die VCL-Styles. Sie ermöglichen es, das das Aussehen der Programmoberfläche komplett selbst gestaltet werden kann. Bisher habe ich mich damit herrumgequält, das die Anwendung meinen optischen Wünschen genügt. Bisher konnte ich kein XPManifest benutzen, da meine dezent braune Oberfläche durch blaue Scrollbars zerstört wurde. Daher sahen die Scrollbars im BVASystem bisher noch so aus, wie sie zur guten alten Windows95 Zeit ausgesehen haben. Im Rad Studio XE2 ist nun standardmäßig ein moderner Look aktiv. Er kann aber mit einem selbsterstellten VCL-Style überschrieben werden. Da ich immernoch keine blauen Scrollbars möchte, werde ich dies wohl auch tun müssen. Erste Versuche brachten folgendes:

Oberflächenentwurf mit eigenem VCL-Stil

Oberflächenentwurf mit eigenem VCL-Stil

Neu ist auch der 64bit Compiler. Kleinere Testanwendungen habe ich bereits als 32bit und als 64bit Variante übersetzen können. Ob ich das BVASystem ebendso einfach auf 64bit bringen kann, weiß ich noch nicht. Die Datenbankverbindung, die zur Zeit über die „libmySQL50.dll“ realisiert wird, muss ja ebendso durch eine 64bit Variante ersetzt werden. Ich würde es jedenfalls schön finden, wenn ich irgendwann einmal eine 64bit Version vom BVASystem anbieten kann. Aktuell ist dies allerdings noch nicht so wichtig.

Fazit

Im großen und ganzen bin ich mit dem Umstieg zufrieden. Die Entwicklungsumgebung wirkt vertraut, die Eingewöhnung wird also nicht all zuviel Zeit benötigen. Das BVASystem ist übersetzbar und läuft bis auf ein paar optische Unschönheiten auch. Insgesamt verspreche ich mir durch das modernere Erscheinungsbild der Software deutliche Vorteile. Allerdings muss ich dafür erst einmal die Konvertierung des Projektes abschließen.