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Nachladen des Originalbildes

Freitag, Dezember 14th, 2012

Kurz vor den Feiertagen ist heute die wohl letzte Version für dieses Jahr vom BVASystem fertig geworden. Die letzten beiden Wochen habe ich hauptsächlich damit verbracht, das in den Darstellungen der Bilder das Originalbild nachgeladen werden kann. Außerdem habe ich Änderungen an den Debugausgaben und den Fehlermeldungen vorgenommen. Zu guter letzt habe ich meine Testanwendung soweit erweitert, das dort nun die erste BVASystem-Funktion getestet werden kann.

Nachladen des Originalbildes

Damit  Bilder schneller angezeigt werden können, arbeitet das BVASystem mit einem kleineren Vorschaubild. Dieses ist von der Größe so gewählt, das es ausreicht um Bilder im „Zoom-Fit“ in guter Qualität darzustellen. Bisher hatte ich es allerdings versäumt, das beim Wechsel des Zoom-Modus das Originalbild nachgeladen wird. Jetzt ist es so umgesetzt, das wenn das Originalbild eine bessere Qualität bringen würde als das vorhandene Vorschaubild, dann wird im Hintergrund das Originalbild geladen. Während des Ladevorgangs bekommt der Anwender weiterhin das Vorschaubild angezeigt und kann in diesem beliebig navigieren. Sobald das Originalbild fertig geladen ist, wird die Ansicht aktualisiert. Als Anwender bemerkt man, das die Qualität plötzlich besser wird. 

Damit sichtbar ist, welches Bild gerade angezeigt wird, ist im oberen Bereich neben dem Bildtitel ein Knopf/Informationsbereich angebracht. Folgende 4 möglichen Bilder können dort angezeigt werden:

Vorschaubild wurde geladen Das Vorschaubild wurde geladen. Mit einem Druck auf das Bild, kann das Originalbild geladen werden.
 Originalbild wird geladen Das Originalbild wird gerade geladen.
 Originalbild wurde geladen Das Originalbild wurde geladen.
 Nachladen des Originalbildes ist nicht möglich Das Nachladen des Originalbildes ist nicht möglich, da die Bildgröße des Originalbildes nicht bekannt ist. Mit einem Druck auf das Bild erscheint ein Hinweisdialog, der beschreibt wie dieser Fehler beseitigt werden kann.

Veränderungen an den Debugausgaben

Für eine spätere Änderung die ich vorhabe, war es notwendig die Funktion zur Ausgabe von Debug-Informationen anzupassen. Hauptsächlich ging es mir dabei um die Tatsache, das wegen der geöffneten Dateien, das BVASystem nur einmal gestartet werden konnte. Im Zuge dessen habe ich aber gleich weitere Änderungen einfließen lassen. 

  • Neu: DBLog-Funktion – Hier werden die an die Datenbank gesendeten SQL-Befehle in eine Datei geschrieben
  • Neu: Die Debugfunktionen können nun im Hauptmenü unter „Hilfe“ jederzeit ein- und ausgeschaltet werden
  • Geändert: Fehlerdialoge sind nun auch aus den Hintergrund-Threads möglich
  • Geändert: Startparameter – Hier können nun die Parameter „-trace“ und „-dblog“ verwendet werden. 
  • Neu: Silentmode – Hier werden die Fehlermeldungen nicht angezeigt, können allerdings mit „GetLastError“ abgefragt werden (Habe ich für die automatische Testung benötigt)

Erweiterung der Testanwendung

Die letzten Tage habe ich dann noch ab der Anwendung zur automatisierten Testung weitergearbeitet. Dort bin ich nun soweit, das eine erste Funktion des BVASystems (das Herstellen der Datenbankverbindung) getestet werden kann. Dabei habe ich mit Absicht einen Fehler provoziert, damit ich sehen kann, ob der umgesetzte Silentmode der Fehlerbehandlung funktioniert. Bisher ist es allerdings noch nicht möglich, der zu testenden Funktion Parameter mit auf den Weg zu geben. Daran werde ich in der nächsten Zeit weiterarbeiten. 

Ausblick

Für die nächste BVASystem Version steht wieder eine größere und für mich wohl schwierige Änderung auf dem Plan. Und zwar werde ich die Bildladefunktion für die Miniaturbilder anpassen. Bisher werden nacheinander immer alle Bilder nacheinander geladen. Mein Ziel ist es, das nur noch die geladen werden, welche auch zur Anzeige benötigt werden. Dadurch möchte ich Zeit und vor allem Speicherplatz einsparen. Außerdem werde ich wohl damit beginnen, mir ein Konzept zu überlegen, wie ich eine Schlagwortfunktionalität in das BVASystem integrieren könnte. Und zu guter letzt seht natürlich die Weiterarbeit an der Testanwendung mit auf dem Plan. 

BVASystem Version 2.1.3

Donnerstag, November 22nd, 2012

Seitdem ich die letzte stabile Softwareversion veröffentlicht habe, sind nun wieder einige Monate vergangen, in denen sehr viel passiert ist. Mittlerweile sind zum Glück alle begonnenen Änderungen abgeschlossen. Bevor ich nun wieder größere Baustellen aufreiße, scheint mir der Moment perfekt, um die nächste stabile Version zu veröffentlichen.

Was ist in den letzten Monaten entstanden?

Die letzten Monate standen ganz im Zeichen der Bildinformationen, so das nun fast alle neuen Tabellen, die bei der letzten Datenbank-Änderung hinzugekommen sind, auch genutzt werden. Die meiste Zeit ging sicherlich in das komplexe System zur Bildbewertung.  Als Anwender hat man im BVASystem die Wahl, ob man zur Bewertung eines Fotos die Unterkriterien nutzt, oder ob man nur eine einzelne globale Bewertung auswählt. Durch Nutzung der Unterkriterien kann eine objektivere Bildbewertung vorgenommen werden, während die globale Bewertung natürlich viel schneller vorgenommen werden kann.

In der Bildinformationsansicht sind eine ganze Reihe neue Informationspanel entstanden. So ist nun zum Beispiel ein Panel vorhanden, in dem der Aufnahmeort eines Fotos angezeigt werden kann. Ebenso ist ein Panel vorhanden, welches die errechneten Bildparameter (mittlere Helligkeit, Belichtungsbewertung, Tonwertumfang) anzeigt. Außerdem ist ein Panel vorhanden, in dem zu jedem Bild ein Bildtitel, der Autor und eine Bemerkung erfasst werden können. 

Alle Stellen, an denen der Bildtitel bzw. die Bildbewertung angezeigt werden, bieten die Möglichkeit zur Schnelleditierung. Dazu muss einfach die jeweilige Position angeklickt werden. In dem dann sichtbaren Popupfenster können die Daten editiert werden.

BVASystem 2.1.3 - Bildinformationen

BVASystem 2.1.3 – Bildinformationen

Zu guter letzt habe ich noch die Vollbildansicht um eine Gestensteuerung erweitert. Zieht man mit gedrückter linker Maustaste nach links, wird das nächste Bild geladen. Wird mit der Maus eine Linie nach rechts gezogen, wird das vorherige Bild geladen. Zeichnet man ein „größer“ Zeichen auf dem Monitor wird zum letzten Bild navigiert und analog dazu beim Zeichnen eines „kleiner“ Zeichen zum ersten Bild. Zusätzlich kann das aktive Foto noch per Mausgeste gedreht werden. Dazu muss bei gedrückter Maustaste nach rechts und dann nach unten gezogen werden. Das Bild wird nun nach rechts gedreht . Nach links gedreht wird, indem man die Maus nach links und anschließend nach unten bewegt.

Was wird in den nächsten Monaten folgen?

In den nächsten Entwicklerversionen werde ich zwei größere Probleme angehen, die seit längerem bestehen. Als erstes werde ich dafür sorgen, dass wenn benötigt das Originalbild nachgeladen wird. Aktuell ist es nämlich so, das das BVASystem fast ausschließlich mit einem sogenannten Vorschaubild arbeitet. Die Bildgröße dieses Bildes ist so gewählt, das es in der angepassten Ansicht schnell geladen und in optimaler Qualität angezeigt werden kann. Verlässt man die angepasste Ansicht, wird das Originalbild leider nicht nachgeladen. Damals, als ich begonnen habe das BVASystem neu zu entwickeln, erschien mir das nachladen nicht als sonderlich wichtig. Aktuell fehlt mir, beim Sortieren meiner Bilder, die wirkliche 100% Anzeige. Ohne die Ansicht kann ich einfach die Bildschärfe nicht richtig beurteilen.

Das zweite Problem liegt in der Art und Weise, wie ich die Miniaturbilder lade. Sie werden nämlich alle nacheinander in den Arbeitsspeicher geladen. Ich habe es nicht genau ausprobiert, aber schätzungsweise bis 2500 Bilder wird dies so funktionieren. Sollen mehr Bilder eingeladen werden, so kann das Programm keinen weiteren Arbeitsspeicher mehr anfordern und die Miniaturbilder bleiben folglich leer. Daher möchte ich das Laden der Miniaturbilder durch einen sogenannten Miniaturbildcache erweitern. In dem Cache sollen immer genau die Bilder vorgeladen werden, die für die Anzeige benötigt werden bzw. die in naher Zukunft wahrscheinlich benötigt werden. Dadurch habe ich nie mehr als einige hundert Bilder geladen, habe kein Arbeitsspeicher-Problem mehr und kann theoretisch beliebig viele Bilder in einer Bildliste darstellen. Mit dem Miniaturbildcache wird außerdem die Wartezeit für den Anwender verkürzt, da sofort die Bilder geladen werden, die für die Anzeige benötigt werden.

Da ich bis zur nächsten stabilen Softwareversion nicht nur Fehler beseitigen will, habe ich mir außerdem vorgenommen,  mit der Implementierung einer Schlagwortfunktionalität zu beginnen. Nachdem in der jetzigen Version 2.1.3 erste textuelle Daten zu einem Foto erfasst werden können, ist es einfach an der Zeit die wichtigen Schlagworte anzugehen. In welcher Form die Umsetzung erfolgen wird, steht allerdings noch nicht ganz fest. Ich bin noch dabei die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Möglichkeiten abzuwägen. 

 

Erweiterung des EXIF-Moduls zur Auswertung von GPS-Informationen

Sonntag, Oktober 7th, 2012

In der EXIF Spezifikation sind rund 25 Datenfelder vorhanden, die dazu dienen den Aufnahmeort eines Fotos festzuhalten. So können zum Beispiel geographische Länge und Breite, die Höhe, die Blickrichtung und sogar die Richtung und Geschwindigkeit mit der sich die Kamera während der Aufnahme bewegt hat, im Foto abgespeichert worden sein.

Auch wenn es aktuell noch recht wenige Kameras gibt, die über einen GPS-Empfänger verfügen, habe ich mich trotzdem entschlossen, das das  BVASystem mit diesen Daten umgehen können muß.  Ich halte die Kenntnis über den Aufnahmeort für eine sehr wichtige Information, um ein Foto einem Fotoalbum bzw. sogar einem Schlagwort zuzuordnen. Ich war in der letzten Woche zur Entspannung für ein paar Tage an der Nordsee. Nun könnte ich alle Fotos, die in der Nähe von 54°1′N 8°55′E aufgenommen wurden, dem Album „Friedrichskoog“ zuordnen. Da es mir dort gut gefallen hat und ich wahrscheinlich noch einmal hinfahren werde, ist diese Zuordnung sogar sinnvoller als eine Zuordnung per Aufnahmedatum. Bilder der nächsten Fahrt könnten ohne neue Regel sofort dem Album „Friedrichskoog“ zugeordnet werden. Per Aufnahmedatum ist dies nicht möglich, da ich den neuen Reisetermin ja noch nicht kenne.

Aber soweit ist es noch nicht. In der, ab heute zum Download bereitstehenen Version 2.1.2.51-dev, können vorhandene GPS-Daten aus Fotos extrahiert und auch in der Datenbank abgespeichert werden. Außerdem werden sie in der Bildinformationsansicht auf dem Aufnahmeort-Panel angezeigt.

Außerdem habe ich mal wieder an meiner Lieblingsbaustelle weitergearbeitet. Die oberste Ebene der manuellen Bildbewertung kann nun jederzeit per Strg+1, Strg+2, … und Strg+5 gesetzt werden. Mit Strg+0 kann die vorhandene Bewertung wieder entfernt werden. Diese Shortcuts sind ganz praktisch, wenn man mehrere Bilder schnell bewerten möchte. Zur Visualisierung der Bewertungen habe ich die Einzelbild und Miniaturbildansichten so verändert, das sie dort angezeigt werden. Und auch für die nächste Version habe ich noch eine Idee, wie ich die Bildbewertungsfunktionen verbessern kann. Lasst euch also überraschen.

Neue Miniaturbilderansicht mit Bildbewertungen

Neue Miniaturbilderansicht mit Bildbewertungen

 

Manchmal findet man den notwendigen Weitblick erst, wenn …

Donnerstag, Juni 7th, 2012

… man etwas Abstand von einem Projekt bekommt. Genau so erging es mir die letzten 10 Tage, die ich im Urlaub auf Helgoland verbracht habe. Ich weiß nicht genau, ob es der scheinbar grenzenlos weite Blick vom Klippenrandweg oder der Spaß an der Fotographie war, der mich trotzdem gedanklich mit dem BVASystem beschäftigen lies. Es fühlte sich richtig gut an, einmal die kleinen alltäglichen Programmierprobleme zu vergessen, um sich gedanklich mit dem Gesamtkonzept zu beschäftigen.

Helgoland ist für Fotografen ein kleines Paradies.  Landschaftlich ist der rote Buntsandsteinfelsen, aus der die Hauptinsel besteht, sehr reizvoll. Auf der Hauptinsel befindet sich auch das kleinste Naturschutzgebiet Deutschlands: der Lummenfelsen. Der Felsen dient als Brutplatz von Basstölpeln, Trottellummen, Tordalk und Dreizehenmöven. Gerade die Basstölpel bauen ihre Nester bis nah an den Klippenrandweg heran und können sehr gut beobachtet bzw. fotografiert werden. Auch die vorgelagerte Düne ist sehr interessant, denn dort leben die größten freilebenden Raubtiere Deutschlands: die Kegelrobben. Die Robben sind an den Menschen gewöhnt und lassen sich nicht stören, wenn man sich ihnen nähert. Ein Mindestabstand von 30 Metern sollte aber eingehalten werden, um die Tiere nicht zu bedrängen.

Spätestens jetzt wo ich wieder zuhause angekommen bin, ist es die entstandene Bilderflut, die mich nachdenklich stimmt. In den 10 Tagen Urlaub sind rund 4500 Bilder entstanden. Bisher dachte ich, das das BVASystem unbedingt eine Schlagwortfunktionalität benötigt um mit anderen Bildverwaltungen mithalten zu können. Jetzt wo ich mal wieder einen Berg von Fotos vor mir habe, der sortiert werden muss, vermisse ich eher Funktionen, die mich hierbei unterstützen. Sinnvoll wären zum Beispiel Funktionen mit denen auf Dateiebene Bilder kopiert, verschoben oder gelöscht werden können. Schön wäre es, wenn aus dem BVASystem heraus ein Foto einem Bildbearbeitungsprogramm übergeben werden könnte.

Hilfreich wäre auch die, von Nullpointer.at, vorgeschlagene Bewertungsfunktionalität. Ich stelle mir vor, das mehrere Bewertungsstufen vom Anwender definiert werden können und zu jeder Stufe eine Metadatendefinition hinterlegt werden kann. Sicher müssten dafür die vorhandenen Metadatenelemente erweitert werden, denn aktuell sind ja nur 2 bewertende Metadatenelemente integriert. Ziel ist es, das die Fotos selbstständig während des Datenimports bewertet werden. Natürlich wird die Bewertung auch manuell gesetzt bzw. korrigiert werden können. Ich erhoffe mir aber, das durch einen Automatismus viel Arbeit gespart werden kann. Wenn dann nur noch einige hundert Bilder übrig bleiben, kann zum Beispiel an eine Verschlagwortung der Fotos gedacht werden.

Aber auch dieses Vorhaben ist nicht unbedingt leicht, denn ob ein Bild gut ist oder nicht hängt von vielen Faktoren ab. Am Beispiel von fliegenden Basstölpeln möchte ich  zeigen,  das es für einen Menschen leicht ist, ein gutes von einem schlechten Foto zu unterscheiden.  Ob es einen Automatismus geben wird, der mindestens einige der schlechten Fotos hier detektieren kann, werden wir hier in einigen Monaten sehen.

Störrender Vordergrund

Störender Vordergrund

Etwa 5 % meiner Bilder haben einen störenden Vordergrund. Der Vogel fliegt zu dicht an die Klippen heran und kann daher nicht freigestellt werden.

Zweiter Vogel ins Bild geflogen

Zweiter Vogel ins Bild geflogen

In einigen Fällen ist noch ein zweiter oder dritter Vogel ins Bild geflogen während ich fotografiert habe. Durch die große Anzahl der Tiere ist es im Sucher quasi chancenlos dies vorher zu erkennen.

Vogel ist nicht scharf

Vogel ist nicht scharf

Rund die hälfte der Bilder, die nichts geworden sind zeigen einen unscharfen Vogel. Durch die Serienbildfunktion der Kamera häufen sich die unscharfen Bilder zwangsläufig. Passt das erste Bild der Serie nicht, passt die Schärfe auf den restlichen Bildern der Serie auch nicht.

Vogel ist nicht komplett

Vogel ist nicht komplett

Durch die schnellen Bewegen der Tiere war es mir nicht möglich, auf jedem Bild einen kompletten Vogel zu erhalten. Ein Flügelschlag nach unten und schon war die Flügelspitze aus dem Foto.

Gut abgebildeter Vogel

Gut abgebildeter Vogel

Nur rund 20% meiner Flugaufnahmenfotos zeigen eine ähnliche Qualität, wie der hier abgebildete Basstölpel.

Mein persönliches Fazit ist es, das die Verschlagwortung  von Bildern noch warten kann, da ich erstmal die Bildmenge drastisch reduzieren muss. Daraufhin werde ich in den nächsten Tagen meine nächsten kleinen Entwicklungsschritte abstimmen. Nun mach ich mich aber erstmal schnell daran, die noch offenen Tickets der nächsten Programmversion umzusetzen. Denn nur mit einem weiten Blick lassen sich die täglichen Programmierproblemchen nicht lösen.

Fokus Hauptfunktionalität

Montag, April 16th, 2012

Meiner Roadmap ist seit einigen Wochen zu entnehmen, das ich mich nun, nachdem ich mich die letzten Monate viel mit Datenbanksystemen rumgeärgert habe, wieder verstärkt der Hauptfunktionalität des BVASystems, den Metadaten, widmen werde. Dies erscheint mir sinnvoll, da sich das BVASystem gerade in diesem Punkt von anderen Bildverwaltungsprogrammen unterscheidet. Geplant ist, die automatische Zuordnung von Bildern zu Fotoalben soweit auszubauen, dass auch komplexere Bedingungen definiert und genutzt werden können. Die bereits vorhandenen Elemente „Aufnahmedatum“, „Besitzer des Bildes“ und „Verwendete Kamera“ funktionieren zwar schon ganz gut, lassen aber eben nur simple Entscheidungen zu, da sie sich kaum kombinieren lassen.

Aktuell ist mein Ziel zu demonstrieren, was mit dem Metadatensystem alles erreicht werden kann. Dafür ist es natürlich am wichtigsten, weitere Metadatenelemente zu schaffen, die beliebig mit den bereits vorhandenen Elementen kombiniert werden können. Langfristig möchte ich die Metadaten noch an andere Verwaltungselemente, wie zum Beispiel die Schlagworte, binden.

Den ersten abgesteckten Entwicklungsschritt habe ich nun auch bereits erreicht. Das Metadatenelement „Mittlere Helligkeit“ ist in der Version 2.1.1.41 nun zum ersten Mal enthalten. Das Besondere dabei ist, dass der Helligkeitswert nicht aus dem Header des Fotos ausgelesen werden kann. Es handelt sich vielmehr um einen Wert, der direkt aus dem Foto errechnet wird. Das BVASystem ist damit also in der Lage, helle und dunkle Fotos zu unterscheiden.

Weiterhin habe ich das Metadatenelement „Aufnahmedatum“ verbessert, in welchem nun auch die Uhrzeit eingestellt werden kann. Bisher war es so, das man nur tageweise definieren konnte. War man beispielsweise vormittags wandern und nachmittags auf einer Familienfeier, waren die Fotos automatisch nicht voneinander trennbar. Nun können auch beliebig viele Fotoalben angelegt werden, welche alle Fotos enthalten, die an dem gleichen Tag aufgenommen wurden.

Veränderte Metadatenelemente der Version 2.1.1.41-dev

Veränderte Metadatenelemente der Version 2.1.1.41-dev

Als dritte kleine Verbesserung habe ich die Metadatenelemente in der Auswahlliste gruppiert. Damit sollte es, auch wenn es mal mehrere Dutzend Metadatenelemente werden, trotzdem übersichtlich bleiben. Die 3 nun verwendeten Gruppen lauten:

  • EXIF: Hier werden alle Elemente zusammengefasst, die auf dem EXIF-Header eines Fotos basieren
  • DB: Hier werden alle Elemente zusammengefasst, die sich direkt aus der Datenbank ableiten lassen
  • BV: Hier werden alle Elemente zusammengefasst, die mittels Bildverarbeitung direkt am Foto errechnet werden

Auch in der nächsten Version werde ich mich um die Metadaten kümmern. Ziel ist es das erste bildbewertende Metadatenelement zu schaffen. Damit soll es dann möglich sein, das nur gelungene Bilder den Weg in ein Fotoalbum finden. Außerdem werde ich damit beginnen, einen vierten Ansichtsmodi „Bildinformationen“ in das Programm zu integrieren.

Was sind Metadaten?

Dienstag, Mai 17th, 2011

An der einen oder anderen Stelle hier im Blog habe ich bereits den Begriff  Metadaten verwendet. So richtig erklärt habe ich ihn allerdings noch nicht. Da die Metadaten mit der heute veröffentlichten neuen Programmversion langsam den Weg ins Programm finden, ist es ein guter Zeitpunkt, die Erklärung  jetzt nachzureichen.

Vorweg allerdings noch der Hinweis, das mit der neuen Version eine klitzekleine Datenbankänderung vorgenommen wurde. Es ist also wieder notwendig, die Datenbankstruktur zu aktualisieren. Die neue, dafür notwendige Workbench-Projektdatei befindet sich wieder im Unterverzeichnis „db“ des Programmverzeichnisses.

Was sind also nun die ominösen Metadaten?

Normalerweise ist es bei Bildverwaltungen so, das der Anwender nachdem er Bilder in der Datenbank importiert hat, diesen Bildern Fotoalben und/oder Schlagworte zuordnen kann. Die Zuordnung erfolgt manuell durch den Anwender und erfordert viel Zeit und Ausdauer. Das BVASystem möchte genau den umgekehrten Weg gehen. Nachdem ein Fotoalbum oder Schlagwort erstellt wurde, soll der Anwender eine Reihe von Kritieren festlegen können, die beschreiben, wann ein Bild zu dem Album bzw. Schlagwort gehört. Diese Kritieren, die unterschiedlicher Struktur sein können, bezeichne ich als Metadaten.

Die festgelegten Metadaten sollen vom Programm beim Bildimport dazu dienen, das die Bilder gleich automatisch den entsprechenden Fotoalben bzw. Schlagworten zugeordnet werden. Dadurch möchte ich erreichen, das der Anwender viel Arbeit spart. Es ist nicht mehr notwendig, für jedes Bild festzulegen wohin es gehört. Schlussendlich soll der Anwender beim Betrachten seiner Bilder nur noch, eventuell vorhandene, falsche Zuordnungen korrigieren.

Im einfachsten Fall nutzt man für ein Fotoalbum nur die Metainformation des Aufnahmedatums aus. Tante Trudes Geburtstag war halt am 16. Mai 2011. Alle Bilder, die nicht am 16. Mai aufgenommen worden sind, können also nicht von Tante Trudes Geburtstag stammen. Im Umkehrschluss sind also alle Bilder, die am 16. Mai aufgenommen wurden, von Tante Trudes Geburtstag.

Kompliziertere Zuordnungen sind natürlich denkbar. Alle Fotos die im Umkreis von 52° 31′ N, 13° 24′ O aufgenommen wurden, sind in Berlin gemacht. Alle Bilder, auf denen sich ein Gesicht befindet, sind Portraits. Alle Bilder, auf denen sich eine Horizont-Linie finden lässt, sind Landschaftsbilder. Alle Bilder, die nachts aufgenommen wurden und deren vorherrschende Farbe schwarz ist, sind Nachtaufnahmen. Generell sind der Phantasie hier keine Grenzen gesetzt.

Was ist davon bisher umgesetzt?

Mit dem Dialog zum Erstellen eines Fotoalbums war ich bisher ja nicht richtig zufrieden. Daher hat dieser Dialog nun eine komplett neue Oberfläche erhalten. In der neuen Oberfläche kann nun ausgewählt werden, welche Metadaten zu dem Fotoalbum gehören. Umgesetzt habe ich 2 Metadatentypen (Aufnahmedatum und Bildbesitzer), die in beliebiger Anzahl ausgewählt werden können. In der linken unteren Ecke des Dialoges gibt es eine Testfunktion, die die Metadaten in einem XML-Format abspeichert. In der Datenbank werden die Metadaten noch nicht abgelegt.

Eine Metadatendatei könnte wie folgt aussehen:

<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<metadata>
 <name>Album_Mosel_2011</name>
 <elemente>
  <element typ="0">
   <mindate>10.05.2011</mindate>
   <maxdate>20.05.2011</maxdate>
  </element>
  <element typ="1">
   <owner>Marc</owner>
  </element>
 </elemente>
</metadata>

In der nächsten Programmversion werde ich mich darum kümmern, das das Hauptmenü und die PopUp – Menüs wieder klarer strukturiert sind. Durch die Einführung der 3 Ansichtmodi ist die klare Struktur leider verloren gegangen, so das eine Anpassung notwendig wird.

Außerdem werde ich mich natürlich darum kümmern, die Metadatenfunktionalität weiter auszubauen. Bei dem Metadatentyp Bildbesitzer muss die Auswahlliste der möglichen Bildbesitzer gefüllt werden. Die Metadaten müssen natürlich in der Datenbank gespeichert werden. Eine Auswahlliste der verfügbaren Metadatendefinitionen muss ebenfalls gefüllt werden. Beim Editieren müssen die Metadatendefinitionen wieder geladen werden …. usw. Es gibt noch viel zu tun bis die Metadaten richtig genutzt werden können. Ich hoffe, das sich der Aufwand trotzdem lohnen wird.